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Metro Marathon 2014 – durch die Heimat

Es ist schon komisch. Mittlerweile ist die Staffel des Metro Marathon 2014 mein 17.Wettkampf. Konnte ich vor manchen Wettkämpfen im letzten Jahr nicht ruhig schlafen, so mache ich mir keine Sorgen mehr. Das Laufshirt von der Firma wird nicht vorher beflockt und rausgelegt und meine Kollegen werden schon kommen und Spaß haben. Da bin ich mir sicher…

Im Vorfeld:

Was nicht so ganz Spaßig war, war das Wetter. Nun ich würde zwar nicht schreiben, dass es ein Unwetter niederging, aber es doch – sehr nass… Um 8 Uhr morgens klingelten die ersten und wenig später war die Bude auch schon voll. Ich wusste gar nicht, wie klein unsere 90 qm sein können… Um 8:45 Uhr machten wir uns dann in Richtung Start auf, ich musste nach etwa 500 Metren schon wieder umkehren, weil ich dummer weise meine GPS-Uhr vergessen hatte… Das sollte aber das einzige Missgeschick an diesem Tag für mich bleiben. Es regnete sehr stark und so waren wir froh, dass wir in der Nähe des Rheinparks eine Unterstellmöglichkeit gefunden hatte, um die farbigen Läufer zu bewundern. Es ist immer wieder toll zu sehen, wie schnell man laufen kann… Kurze Zeit später machten wir uns zum Start auf und machten unser obligatorisches Team-Foto, dass Center TV bemerkte und uns ansprach, ob wir nicht Lust auf ein Interview hätten, hatten wir und ich hoffe, wir bekommen es auch noch in einer anständigen Qualität.

marathon_2014_007

hintere Reihe: Oliver, Jonathan, Ludger, Holger, Oliver, Ich, Alexander und Thomas
Vordere Reihe: Sandra, Anna, Simone und Lea

Mein Start:

metro_marathon_2014_02

abklatschen mit Lena

Mein Start war im Hofgarten, weil ich den dritten Abschnitt mal laufen wollte. Unsere Frauenstaffel kam als erstes und dahinter erst mal lange nichts… erst nach 7 Minuten kam die erste Männerstaffel und danach dann auch mein Vorläufer, Oliver klatschte mich ab, und los ging es. Es hatte inzwischen aufgehört zu regnen und so wurden meine Schuhe nur von den vielen Pfützen in den Straßen nass. Ich schaute, dass ich nicht zu schnell anging, denn ich hatte ja erst am Donnerstag das erste Mal seit meinem Halbmarathon mal wieder 10 Kilometer am Stück gelaufen, also nicht überpacen, dachte ich mir. Der erste Kilometer war dann auch recht bescheiden für einen Wettkampfkilometer… 5:28. Der Kilometer lag ungefähr bei meiner Firma, die ich an der Prinz-Georg-Straße passierte, dann wurde ich aber schneller. Links ging es auf die Moltkestraße und über die Kreuzung an der Kreuzkirche. Schön war es hier in der Heimat zu laufen, dort wo ich jeden Tag bin, und schon war ich auf der Roßstraße, wo ich links Roya mit ihren Kindern stehen sah. Schnell wechselte ich nach links und klatschte die Kinder ab, dort war dann auch Kilometer 2, und ich war schneller geworden: 5:05. Ob ich das wohl durchhalten würde? Fast am Ende der Roßstraße ging es rechts in die Tannenstraße ab, am Ende der Straße hatte ich das Tempo halten können: Kilometer 3 war wieder eine schnelle 5:11. Wow, wenn dies so weiter gehen würde, dann hatte ich vorher alles richtig gemacht… rechts in die Ulmenstraße wieder zurück zur Jülicher, wo ich wieder schnell Kilometer 4 erreichte: 5:18. Zwar sieben Sekunden langsamer, aber das lag ja wohl im Rahmen. Und dann freute ich mich sehr auf die Begegnung mit meiner Familie, die an unserer Kreuzung der Tußmannstraße auf mich wartete. Ich klatschte Lena ab und weiter ging es über die Jülicher Brücke – die Steigung machte mir übrigens nichts aus – und links in die Windscheidstra0e. Dort war Kilometer 5: 5:20. Immer noch gut. Auf der Brehmstraße wurde ich nun – etwas – langsamer. Kein Wunder ich war ja auch sehr gut unterwegs. Am Brehmplatz war Kilometer 6 erreicht. 5:26. Alles war gut. Links ging es dann in Richtung Hans-Sachs-Straße. Dort, am weit entferntesten Punkt spielt immer eine Band ein Live-Konzert und dort sind traditionell viele Zuschauer. Trotz des miesen Wetters war es auch dieses Jahr so, zwar nicht so voll, wie vor 2 Jahren, als ich Oliver mit dem Fahrrad begleitet habe, aber immerhin. Am Ende der Straße lief ich rechts in die Grafenberger Allee ein, dort war Kilometer 8: 5:35. Naja, eigentlich immer noch gut. Bei den 10 Kilometer Läufen habe ich irgendwie immer zwischen Kilometer 5-8 meinen Tiefpunkt, und so war es diesmal wohl auch. Hat man dann einmal die 8 Kilometer erreicht, weiß man ganz genau, bald hat die Qual ein Ende, dass beflügelte mich ein wenig, auch wenn ich nicht mehr zulegen konnte. Am Eingang der Rethelstraße glaubte ich bei Kilometer 9 (5:39), der ewig lange auf meiner Uhr warten ließ, das gröbste überstanden zu haben. Dachte ich, denn nun kam der Anstieg zur Zoobrücke, den ich überhaupt nicht auf dem Plan hatte und der ging mal so richtig in die Waden. Mist, und gleich musste ich auch noch die Wehrhahnbrücke hoch. Beim Abstieg von der Zoobrücke beschleunigte ich noch mal doch auf meiner Uhr tat sich nicht viel. Klar, die Rethelstraße hat ja auch schön dichte Bäume, wo meine Uhr nicht durchkommt… so brauchte meine Uhr für die letzten 100 Meter fast 1 Minute… die 5:55 für den 10.Kilometer konnten so nicht stimmen… egal, ich rannte weiter – die Wehrhahnbrücke herauf, die gar nicht so steil war, wie ich gedacht hatte. Oben auf der Brücke sprach mit dann eine Läuferin an, wie weit es denn noch wäre. Ich schaute kurz auf mein Uhr und sagte ihr, dass es nur noch einen Kilometer wäre. Und das beflügelte mich auch. Ich versuchte noch mal zuzulegen, was mir auch ganz gut gelang, und als ich am Ende der Vagedestraße links in die Jacobistraße einbog und meine Wechselzone sah, gab ich noch mal richtig Gas. Ich hatte also noch ein wenig Körner zur Verfügung. In meiner Wechselzone sah ich Holger stehen, den ich ein wenig heraus zog und der Lauf war für mich beendet.

metro_marathon_2014_01

meine Strecke

Nach dem Lauf…

…gingen wir zusammen noch in den Nahzielbereich. Lustig: Unterwegs traf ich Jürgen, der mit Toshiba die Staffel gelaufen war. Nachdem wir wieder alle zusammen hatten, trabten wir dann noch nach Hause und dann war ich auch froh, dass es vorbei war. Aber schön war es trotzdem.

11,2 Kilometer – 1:01:28 – Schnitt 5:27
10 km – 54:32
5 km – 26:22

Fotos könnt Ihr Euch hier ansehen.

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