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Run4Ideas – der Düsseldorfer Firmenlauf

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Wir alle vor dem Start

Nach einem Jahr sollte ich also wieder bei einem Firmenlauf teilnehmen. Letztes Jahr war der B2Run mein erster Wettkampf. Er ging damals im Juni über 6,1 Kilometer von der Arena und das Ziel war dann in der stickigen Arena, dass ich damals eine 40:34 lief, war nicht wichtig für mich, denn ich wollte damals nur ankommen. Auf Empfehlung eines Kollegen meldete ich uns diesmal zum anderen Düsseldorfer Firmenlauf an, den Run4Ideas. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen kommerziellen Veranstaltungen ein wenig kritisch gegenüber stehe. Der Startpreis pro Teilnehmer ist mit 25 Euro sehr hoch, und auch der Charity-Gedanke kommt bei einer kleinen Spende auch etwas zu kurz. Immerhin konnte der Run4Ideas letztes Jahr über 14.000 Euro spenden, das ist immer noch weitaus mehr, als der B2Run spendet. Aus meiner Firma hatten sich nur 8 Läufer bereit gefunden an diesem Donnerstag Abend einen kleinen Wettkampf zu bestreiten, dabei zum ersten Mal meine Arbeitskollegin, die ihren ersten Lauf absolvieren wollte und für noch drei Kollegen war es ebenfalls der erste Wettkampf. Für mich ist es eigentlich nichts mehr besonders bei sowas mit zulaufen. Doch halt: Die Kürze der Strecke ist sehr ungewohnt für mich, normalerweise laufe ich immer über 10 km, der Lauf hatte nun eine „Kurzstrecke“ von 6,2, so nahm ich mir dann auch im Stillen vor zumindest meine 5 Kilometer Rekord von 26:09 anzugreifen.

Vorher:

Keine Probleme hatte ich bei der Abholung der Startunterlagen. Zwar hatte der Veranstalter es versäumt am Tag vorher irgendeine Location anzubieten, wo man der besseren Orga wegen, schon die Nummern abholen konnte, aber um 16:15 Uhr war noch nichts los und ich war direkt dran. Um 18:30 Uhr waren wir vor Ort und stellten uns dann frühzeitig an die Startaufstellung, so hatte ich zumindest einen optimalen Startplatz. Los ging es etwa 2-3 Minuten später als 19 Uhr. Und es waren schon für mich ungewohnt viele Läufer am Start, als ich mich umsah schätzte ich so um die 3000 Läufer, die sich auf die 6,1 Kilometer machen wollten, es wurde heruntergezählt und mit einem Schuss ging es los.

Das Rennen:

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3000 Läufer auf der Cecilienallee

Am Anfang gab es den üblichen Stau, der sich aber relativ schnell wieder auflöste und ich versuchte direkt links außen an meinen Vorderleuten vorbei zu kommen. Nach nur 100 Meter wurde es dann auch breiter, da die Absperrung zu den Zuschauern verschwand und sich der Läuferschwarm auf die ganze Cecilienallee verteilen durfte. Deswegen war schon am Anfang ein gutes Tempo drin. Ludger schloss schnell zu meiner linken auf und Oliver lief ein wenig hinter mir versetzt auf der rechten Steite. Die anderen Kollegen sah ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Oliver, der mit Handy und einem neuer neuen App lief, rief mir noch zu, dass ich ein Tempo von 4:50 lief – das hatte ich mir ja auch vorher vorgenommen und war also gut im Plan. Kurz vor der Abbiegung zur Messe hatte ich den ersten Kilometer in einer 4:47 erledigt. Ludger sah ich nicht mehr und bei Oliver war ich mir nicht mehr sicher, ob er mir folgen konnte. Nach dem Messe ging es links in die Weißdornstraße, wo es zum ersten Mal richtig eng wurde und für mich auch gleich ärgerlich: Ich war zu einer Dreier-Gruppe aufgelaufen, die neben einander lief und scheinbar niemanden vorbei lassen wollte, nicht links nicht rechts, Mitte ging auch nicht… Ich rumorte die dann ein wenig an, so dass sich eine kleine Lücke auftat, in die ich schnell hineinsprang… Leider berührte ich bei meinem Sprung die linke Läuferin leicht, ich entschuldigte mich und erreichte dann die 2-Kilometer-Marke in 4:57. Ich war also immer noch sehr schnell unterwegs, am Ende der Straße ging es dann wieder links in Richtung Arena. Hinten am Stadion hörte ich schon von weitem einen „Marktschreier“, der die Verpflegungsstelle ankündigte. Aber leider nahm er die Läufer auch ein wenig aufs Korn, in dem er sie an schrie: „Noch 4,5 Kilometer. Weiter geht’s!“ Nur leider waren es nur noch 2,5 Kilometer, die es zu bewältigen galt. Wie mögen sich die gefühlt haben, die keine Uhr wie ich trugen und sehen konnten, wie weit es war?…. Der dritte Kilometer war nun auch geschafft den ich auch sehr gut mit einer 5:11 schaffte. Weiter ging es nach der Verpflegung, die ich ausließ, auf eine kleine Brücke an der Arena und wieder auf die Cecilienallee zurück zum Ziel, das aber leider noch  zwei Kilometer entfernt war. Ich wunderte mich immer mehr, dass noch niemand von meinen Kollegen mich überholt hatte. So schnell für einen normalen Läufer war ich ja auch nicht unterwegs, also wo blieben sie??? Die 5-Kilometer-Marke erreichte ich dann in der Mitte der Allee bei 25:20 und dann kam was kommen musste: Eigentlich hätte ich mit Oliver oder Yvette gerechnet, aber auf einmal war Jens neben mir, genau der Jens, der noch beim Silvesterlauf enttäuscht hinter Anna und mir ins Ziel gekommen war. Nach einem kurzen Händeschütteln ließ er mich stehen, ich versuchte zumindest nochmal ranzukommen, aber es war aussichtslos. Nach 6,1 Kilometern und einer fantastischen 31:02 Minuten hatte ich es als zweiter der FRTG geschafft. Die anderen Kollegen kamen dann in einem Zeitraum von  4 Minuten ins Ziel. Meine Arbeitskollegin, die erst vor 3 Monaten mit dem Laufen angefangen hatte, kam ganz Stolz schon nach etwas mehr als 50 Minuten ins Ziel. Jens ist eine 30:35 gelaufen. Meinen Glückwunsch von mir.

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Die Strecke des Laufes

Nach dem Lauf…:

Haben wir vor dem Ziel auf Gaby gewartet und sind dann zum Eventbereich gegangen, wo ich die Finisher-Shirts abgeholt habe, was auch problemlos möglich war. Da uns allen inzwischen kalt war, sahen wir dann auch zu, dass wir schnell nach Hause kamen.

Fazit:

Tja, eben ein Firmenlauf. Viele Läufer, die man sonst bei Wettkämpfen nicht sieht, deswegen durchaus was besonderes.

Run4Ideas:

6,1 km – 31:04 – Schnitt 5:05 !
5 km – 25:20 (neuer Rekord)
1 Meile – 7:50 (neuer Rekord)
1 km – 4:47 (neuer Rekord)

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Glücklich im Ziel
v.l.n.r. Ludger, Jens, Holger und meiner einer

 

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