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Laufspektakel Rheinberg

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4 Runden in Rheinberg

Schon wieder hatte mich mein Arbeitskollege überredet an einem Lauf in seiner Nachbarschaft teilzunehmen. Nach dem letzten „Missverständnis“ mit dem Donkenlauf schwante mir schon böses, als er mir von einem wunderschönen Lauf in Rheinberg erzählte, wo man drei Runden in der historischen Altstadt zu bewältigen hatte. Also alles kein Problem, drei Runden waren mir zwar zu wider, aber egal. Zwei Wochen vorher erzählte mir dann Oliver von einer Treppe, die es zu bewältigen gab. Na, toll!

Vorher:

Weil der Lauf um 15:45 Uhr angesetzt war, holte ich Oliver um 14:45 in Moers ab, um etwa 15 Uhr holten wir unsere Startnummern ab, verstauten unsere Sachen noch im Auto und liefen uns dann auf dem Weg zurück zum Start warm. Und da sah ich dann mein Unheil. Dort standen wieder die Läufer, denen ich noch nicht einmal das Wasser reichen kann, geschweige denn denen von hinten beim Spurten zuschauen darf. Leider gab es von „denen“ viele, zu viele im Starterfeld, dass etwa 150 Läuferstark war. Amateurhaft war leider, dass es keinen Chip für eine Nettozeit geben solle und auch eine Uhr am Ziel fehlte. Die 7,50 Euro Startgeld kann man dann doch wenigstens in eine solche Anlage investieren, anstatt jeden Läufer mit einem kostenlosen T-Shirt auszustatten. Ich habe eh nur noch ein „Zelt“ in XXL bekommen. Warum hat ein Lauf-Veranstalter T-Shirts in XXL für seine Läufer bestellt? Rechnet er etwa mit bierbäuchigen Läufern, die nach 1 Stunde 30 Minuten ins Ziel kommen? Ich, der immer noch ein wenig (2 Kilo) Übergewicht hat, habe Größe L. Bei der Vorstellung des Laufes kurz vor dem Start kam dann direkt die nächste Überraschung: Nicht drei, sondern vier Runden waren zu bewältigen. Also musste die Treppe viermal bewältigt werden, was das bedeuten würde, sollte ich erst später erfahren. Der Moderator zählte unspektakulär runter, und dann ging es direkt los…

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ich kurz nach dem Start

Das Rennen:

Der Start/Ziel-Bereich befand sich direkt an der Kirche, von der es dann relativ schnell eine 300 Meter lange Einkaufsstraße lang ging, hinten an der Straße bog das Hauptfeld dann links in einer Straße ab, um dann nach 100 Metern wieder links in die Beguinenstraße abzubiegen. Die war mit 600 Metern relativ lang und am Ende ging es wieder links in den Innenwall ab. Dort war der erste Verpflegungspunkt, den ich nicht natürlich nicht brauchte – wer trinkt schon nach einem Kilometer? -, kurz vorher war dann auch der erste Kilometer geschafft. Ich war sehr schnell unterwegs und lief mit 4:41 einen neuen persönlichen Rekord, ich wusste natürlich, dass ich das nicht halten könne und verlangsamte meinen Lauf. Dann kam der erste Schwachsinn: Am Ende des Innenwalles musste man noch mal links in einer Einkaufsstraße um nach 100 Metern einen U-Turn zu machen um auf die besagte Treppe – der zweite Schachsinn – zulaufen zu können. Dort sah ich auch erstmals – und auch zum letzten Male… – Oliver wieder, der nicht so weit vor mir herlief. Die Treppe war zwar nur 5 flache Stufen lang, aber danach ging es auf einem Waldweg nach oben um oben auf dem Plateau wieder steil bergab zu führen. Die Treppe und der Anstieg nahmen einem völlig den Laufrhythmus… Schon in dieser ersten Runde spürte ich, dass ich meinen Halbmarathon, der ja erst vor 2 Wochen war, noch in den Beinen hatte und fragte mich, ob es nicht besser wäre, aufzuhören. Als ich wieder am Ziel am Kirchplatz war, zeigte meine Uhr auch noch mehr als 2,5 Kilometer an, ich konnte dann also auch noch davon ausgehen, dass der Wettkampf nicht 10 Kilometer wäre, sondern ein wenig mehr war. So kämpfte ich mich durch die Runden, meine Beine wurden immer schwerer und ich hatte Mühe überhaupt noch unter 6 Minuten den Kilometer zu bleiben. Am Schluss ab Kilometer 8 konnte ich noch nicht einmal mehr zulegen, was eigentlich völlig ungewöhnlich für mich ist. Ab dem 6 Kilometer lief ich nur noch Zeiten zwischen 5:40 und 5:50 und mich überholten dann zahlreiche Läufer, mit denen ich normalerweise mithalten kann. Die Zeit von 54:57 nach 10 Kilometern auf meiner Uhr, war natürlich trotzdem sehr gut, hatte aber auch was mit meinem Anfangskilometer von 4:41 zu tun.

Nach dem Rennen:

Was wirklich gut war, war die Unterstützung von den Zuschauern. Wegen der kleinen Runde waren immer mal wieder Zuschauer an der Wegstrecke, die einen Mut gemacht haben, durchzuhalten. dafür möchte ich mich auch bedanken. Leider sind die Ergebnisse am Montag Mittag immer noch nicht online… Schade. Aber das passt leider zum Bild der Veranstaltung. Meine Uhr zeigte mir genau 10,13 Kilometer an, angesichts der Tatsache, dass meine Nike immer 200 Meter hinterher ist, muss der Lauf wohl 10,35 Kilometer gehabt haben.

Fazit:

Sorry, aber ich werde wohl dort nicht mehr laufen. Ein Sensor für meine Netto-Zeit ist mir wichtiger, als ein „Zelt“, und die vier Runden schrecken mich zusätzlich ab. Schade, denn aus dieser Veranstaltung könnte man mehr rausholen.

10,13 Kilometer – 55:41 – Schnitt 5:30
10 km – 54:57
5 km – 26:19

Nachtrag am 12.Oktober: Nach drei (!) Wochen sind die Fotos online, die der Veranstalter gemacht hat. Kein einziges Foto des 10 Kilometer-Laufs, nur Fotos von den Kinderläufen und nur 2-3 von dem 10 km Lauf. Das zeigt eindeutig den Focus, den diese Veranstaltung hat. Schade. Warum man hier nicht auf professionelle Fotoservices zurückgreift, die die Fotos dann verkaufen und wo der Veranstalter bestimmt auch was davon hat, erschließt sich mir auch nicht.

 

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