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Flughafenbrücke

nike_20121014Als Läufer gibt es immer Ziele. Ziele, die einem fast unmöglich erscheinen und die man dann doch irgendwann erreicht. Das war sicherlich so, als ich mir vor Jahren am Anfang vornahm die Runde an den Rheinterassen (2,78km) durchzulaufen. Dann fand ich, dass es doch einmal schön wäre über die Theodor-Heuss-Brücke und die Oberkassler Brücke zurück zu laufen. Dann folgte die große Brückenrunde und vielleicht einmal unter 1 Stunde die 10 km zu laufen. In letzter Zeit – oder genauer seit Sommer – dachte ich mir: „Über die Flughafenbrücke zurück zu laufen wäre ja mal schön“. Ich wusste aber vom Lauftreff, dass dies nicht so einfach werden würde. Martin sprach immer von so um die 14 Kilometer. Ich fand diese Zahl realistisch, denn bis zur dieser Brücke von der Theodor-Heuss waren es ungefähr 5 Kilometer, dann über die Brücke und zurück: 14 musste stimmen. Das diese Entfernung nicht stimmt, wusste ich nicht.

Da es Sonntag war, war wieder laufen mit Thorsten angesagt. Ich hatte eigentlich überhaupt keine Lust, aber was solls, nahm ich eben meinen Schweinehund einfach mit zum Laufen… Thorsten war pünktlich und so ging es in einem guten Tempo los. An der Theodor-Heuss-Brücke vorbei in Richtung Arena. Als die Flughafenbrücke immer näher kam, die Sonne auch noch rauskam und ich noch gut drauf war, fragte ich Thorsten, ob wir nicht einfach mal drüber laufen sollten. Thorsten läuft eh immer 4 Kilometer mehr als ich, denn er startet immer von seinem zu Hause in Pempelfort zum Treffpunkt, deswegen hatte er natürlich nichts dagegen. Bei 6,35 Kilometer ging es dann die lurze Rampe hoch, und es war einfach nur schön. Der Wind kam von der Seite und die Sonne tat ihr übriges für eine tolle Stimmung bei uns. Das änderte sich zumindest bei mir schlagartig, als wir an der anderen Seite ankamen. Freies Feld und… Gegenwind, wir mussten also ganz schön kämpfen um vorwärts zu kommen. Bei Kilometer 10 liefen wir in eine Baustelle hinein. Dort wird der Rheindamm erneuert und wir mussten eine Umleitung laufen, die uns zum Teil weit weg vom Rhein führte. Und überhaupt: Während die Düsseldorfer Seite gut ausgebaut ist, und man bis nach Kaiserswerth auf dem Damm laufen kann, ist die andere Seite nicht so schön zu laufen. Beim Löricker Freibad geht es sogar durch einen nicht befestigten Waldabschnitt, wo es noch nicht mal befestigte Wege gibt. Dauernd muss man aufpassen, wo man seine Füsse auftritt. Erst hinter Lörick konnten wir wieder auf einem befestigten Weg laufen. Was mir zunehmend Probleme machte, war mein Schweiß, der dauernd in meine Augen lief und brannte. Bei Kilometer 15,98 km hatten wir die andere Seite der Theodor-Heuss-Brücke erreicht, wo wir eine kurze Pause (1 Minuten) machten: Weil ich darum bat und Thorsten mal eben ein Bedürfnis hatte. Oben am Eiswagen fragte ich den jungen Herrn aus Italien, ob er nicht auch was zu trinken verkaufen würde. Nein hatte er natürlich nicht. Mein Wasser war inzwischen verbraucht und ich lief praktisch ohne Versorgung weiter. Bei 18,35 Kilometer erreichte in wieder mein Fahrrad. Ich war ganz schön fertig, aber auch glücklich. Ich hatte meinen längsten Lauf und meinen weitesten Lauf gemacht.

18,35 km – 1:56:30
15 km – 1:34:39
10 km – 1:02:37
5 km – 30:40

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