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Der Düsseldorfer Brückenlauf – wirklich einmalig

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Thorsten und ich vor dem Start… noch gut gelaunt

Es war Sonntag und es war zum ersten Mal Sonne und über 20 Grad angesagt. Am selben Tag war Wettkampftag, der Düsseldorfer Brückenlauf war angesagt, nur: Als ich um 7 Uhr – ja, ich bin kein Langschläfer – aufstand, war von diesem Wetter nichts zu sehen. Tief hingen die Wolken über Düsseldorf und von den 20 Grad war auch nichts zu spüren. Da stellt man sich doch die wirklich wichtige Frage für einen Mann: Was ziehe ich nur an? Wird es noch warm und ich darf (muss) nicht so viel anziehen, oder soll ich doch das Winteroutfit herausholen. Ich entschied mich für einen Mittelweg: Ein kurzes Unterhemd, ein Langarm-Thermohemd und darüber mein Sommer-Laufshirt. Eine 3/4 Tight sollte ebenfalls reichen. Vorweg: Ich hatte mich genau richtig entschieden. Noch um 11 Uhr, als der 5 Kilometerlauf gestartet wurde, waren die Wolken noch da und auch als ich um 12 Uhr dran war, war von der Sonne noch nichts zu sehen.

Gesehen habe ich aber vor dem Start des 5 Kilometerlaufs Martin, mein Laufcoach vom Lauftreff, der sich zu diesem kurzen Lauf angemeldet hatte und sein Ziel eine Zeit von 21 Minuten erreichte, und noch besser: Er hat sogar seine Altersklasse M65 gewinnen können. Herzlichen Glückwunsch von mir dazu.

Vor meinem Start um 12 Uhr traf ich dann noch zwei alte Arbeitskollegen von RDS, die mich sehr freundlich begrüßten. Besonders gefreut habe ich mich Andreas zu sehen, mit dem ich immer noch ein wenig Kontakt halte. Zu einem langen Plausch gab es aber keine große Zeit, denn kurz danach machte es Peng… und es ging los!

Das Rennen:

Im Gegensatz zu meinen vorigen Rennen, wo es am Start zum Teil sehr eng zuging, war beim Düsseldorfer Brückenlauf alles perfekt. Breite Strecke direkt am Anfang ermöglichte mir eine gute Position. Andreas und Thorsten verabschiedete ich sehr schnell. Thorsten rief mir noch zu, dass ich mitkommen sollte, aber ich wollte Martins Rat befolgen und erst mal „Piano“ machen. Und das war auch gut so, denn ich kannte die Strecke nicht und wie die Steigungen sein würden, wusste ich eben nicht. Doch es war alles easy-going. Mein Wintertraining hatte sich wohl ausgezahlt. Ohne Mühe kam ich die Kniebrücke bei Kilometer 1,3 hoch und auch die Oberkasseler bei 3,4 joggte ich locker Düsseldorfer_Brückenlauf_01hoch. Hoch war auch mein Tempo, ich wusste aber nicht wie hoch, den ich verpasste bei Kilometer 2 und 3 auf die Uhr zu schauen. Was auch gut war: Hatte man die Steigung einmal geschafft, konnte man sich beim herunterlaufen ein wenig ausruhen und die Beine baumeln lassen. Was ich allerdings mal wieder nicht verstanden habe, dass einige glaubten, dass man das Gefälle zu einem Spurt nutzen könnte. Diese Läufer hatte ich mindestens an der nächsten Steigung wieder eingeholt und sogar überholt. Als ich die erste Runde geschafft hatte und unter dem Ziel durchlief, stand da irgendwas von 27:40 Minuten auf der Zieluhr. Wenn ich nun die 30 Sekunden abziehen würde, wäre ich im Bereich von meinem 5 Kilometer Rekord gelaufen. Obwohl ich schnell unterwegs war und Petra bei 4,5 Kilometer (hört man auf dem Video), dass ich viel zu schnell unterwegs war, brauchte ich nicht „künstlich“ zu verlangsamen. So nahm ich es zumindest war. Auf der dritten Steigung zur Kniebrücke überholte ich mal wieder einen Spurter und war sehr gut drauf. Bei 7,5 Kilometer sah ich dann ein Läuferin, die die ganze Zeit vor mir lief, bei dem Gefälle runter von der Kniebrücke am Gehen war. Ich war ja viel gewohnt, aber das man bei einem Gefälle gehen muss: Kompliment… Ein Blick auf die Uhr zeigte mir nun auch meinen Verschleiß: Ich wurde ein wenig langsamer. Statt Zeiten von unter 5:30 schaffte ich nur noch 5:40 Zeiten. Und es wurde noch schlimmer: Der letzte Anstieg auf die Oberkassler war schon heftig. Neben mir, vor mir und hinter mir war nur noch alles am schnaufen und am Stöhnen. Auch ich leistete meinen Beitrag dazu. Als der letzte Anstieg vorbei war, gab ich noch ein wenig Gas und gab alles, den letzten Kilometer legte ich so in 5:23 hin und erreichte bei meiner Uhr nach 55:23 (neuer Rekord) die 10 Kilometer, bis ins Ziel waren es aber noch etwa 100 Meter: Ich wurde offiziell mit 55:46 Minuten gestoppt und belegte Platz 871 von insgesamt 1497 Finishern. Ich habe also 626 Läufer hinter mir gelassen. Das freut mich um so mehr…

Thorsten ist bei 54 Minuten und Andreas bei 51 Minuten ins Ziel gelaufen. Marco, ein anderer Vater aus der Schule eine fantastische 45 Minuten. Andreas, mein alter Arbeitskollege, ist über eine Stunde gelaufen. Muss ihn mal morgen anmailen, was los war.

Thorsten, ich, Andreas und Marco nach dem Lauf

Thorsten, ich, Andreas und Marco nach dem Lauf

10,09 Kilometer – 55;54 Minuten – Schnitt 5,32
10 km – 55:23 (neuer Rekord)
5 km – 27:12

noch ein paar Videos:

Runde 1 Marco
Runde 1 Andreas
Runde 1 Thorsten
Runde 2 Thorsten
Runde 2 Marco

Nach dem Lauf ging es noch über die Frühlingskirmes, wo die Sonne rauskam und es auf einmal knallig warm wurde. Alles richtig gemacht.

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