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Altstadtlauf Köln

altstadtlauf_koeln_1Ihr wisst alle, ich bin Düsseldorfer durch und durch. Meine Liebe zu dieser herrlichen Stadt ließ es seinerzeit einfach nicht zu mal in die Altstadt der verbotenen Stadt zu fahren. Ralf, Andreas und ich waren eigentlich nur zu Fortuna Spielen im Müngersdorfer Stadion und zu DEG-Spielen im alten Stadion an der Lenntstraße. Die Wege dort hin waren bekannt. Wir haben dann immer schnell geschaut, dass wir nach Hause kamen, so suchten wir schnell wieder die Autobahn Richtung Norden oder Oberhausen auf, um nach Düsseldorf zu fahren. Das war es dann auch. Ein Altstadtbesuch kam dort nie in Frage. Jetzt wird man älter und vor zwei Monaten saß ich vor meinem PC und habe mir gedacht, warum nicht mal laufend die Kölner Altstadt kennen zu lernen, wenn es doch einen Kölner Altstadtlauf gibt? Gesagt, getan, angemeldet…

Vor dem Lauf:

So um eins sind wir in Düsseldorf los, denn wenn man schon nach Köln fährt, dann kann man sich zumindest mal den Vorort von Düsseldorf mal ansehen und ein wenig shoppen gehen, zu dem musste ich mir noch das Laufshirt abholen, dass mich zum „dabeisein“ berechtigte, denn eine Startnummer sollte es nicht geben und die Zeit wurde mittels meines Championchips von Mika Timing gemessen. Die Ausgabe sollte im Kölner Gürzenich stattfinden, als wir aus dem Parkhaus in Köln kamen, dass „Parkhaus am Gürzenich“ hieß, war die erste Challenge des Tages: „Und wo ist jetzt der „Gürzenich“ ?“. Ich war ja schließlich noch nie da. Wusste zwar, dass dies ein großes Saal sein sollte, aber bitte schön – wo ist denn der? Ich habe daraufhin Leute angesprochen, die uns dann sagten, dass dieses große Gebäude, vor dem wir stehen, dieser Gürzenich wäre. Nun, der Eingang zur Ausgabe, war dann nach einer Umrundung auch schnell gefunden und ich lies mir die Größe L geben, die mir immer passt, nur leider nicht in Köln. XL anprobiert: Passt, habe dem Ausgeber dann gesagt, dass dies eh egal wäre, da ich das Shirt nicht mehr ein zweites Mal anziehen würde. Der Mann schaute verwirrt und fragte mich, warum denn, „Na, weil ich aus Düsseldorf komme!“. Da lächelte er und sagte schlagwertig: „Da darf ich Ihnen auch dieses Shirt erst gar nicht geben…!“ 🙂 Gut gekontert…

Wir gingen danach noch ein paar Stunden shoppen, denn der B-Lauf – Läufer mit Zeiten über 52 Minuten – sollte erst um 19:45 Uhr stattfinden. Um 19 Uhr gingen wir dann zum Auto zurück, ich zog mich im Parkhaus um und stellte mich am Heumarkt hin um auf den Start zu warten. Vorher kamen noch die Läufer des A-Rennens rein, wo ich unter normalen Umständen auch hätte mitlaufen können, denn viele kamen nach der vorgegebenen 52 Minuten ins Ziel, aber egal, so schnell kann ich zur Zeit eben nicht mehr laufen, was solls, ich machte mich dann warm, kletterte über den Zaun in die Startaufstellung und vernahm bei der Anmoderation, dass zusammen mit RTL und anderen Sponsoren mehr als 50000 Euro für eine gute Sache zusammen gekommen waren, klasse Sache und dass hatte dann auch meinen Beifall verdient.
Hatte mich zu diesem Zeitpunkt etwa in der 20zigsten Reihe aufgestellt, vorne ist eh nicht und ganz hinten muss ich mir ja auch nicht antun.

Das Rennen:

Ich wusste nicht wo ich war und wie die Strecke aussah und deswegen lies ich mich überraschen. nach dem Start war es ziemlich „knubbelig“. Ich hatte vorher vom Veranstalter gehört, dass es ziemlich eng werden konnte und es keine schnelle Strecke ist und so war es direkt am Anfang. Lauf durch den Start – Stau – erste Kurve – Stau – etwas weiter durch die verwinkelte Altstadtgassen – Stau – erst als ich bei ca. 700 Metern aus der Altstadt in Richtung Rhein hinauslief, wurde es ein wenig breiter und das Feld konnte zum ersten Mal Pace aufnehmen. Mir ging es ähnlich, wobei ich mich doch über meine guten Zeiten wunderte – der erste Kilometer bedingt durch die engen Kurven war eine 5:37/km und dann steigerte ich mich die nächsten zwei Kilometer am Rhein entlang auf unter 5:30. Die Strecke war gerade und am Rhein wehte eine herrliche kalte Prise und der Veranstalter hatte die Zuschauer sehr gut im Griff und regelte zusammen mit der Polizei die Übergänge der Schaulustigen. Das war sehr gut und sieht man leider selten bei Wettkämpfen. Links ging es dann weiter in Richtung Schokoladenmuseum und weiter den Rhein entlang. Ich kannte diese Strecke hier vom letzten Jahr, als ich beim ColorRun dabei war, so wusste ich, dass man hier gut laufen konnte. Bei 3,8 Kilometer kam dann der Wendepunkt und kurz dahinter der Verpflegungsstand. Obwohl ich nicht musste stoppte ich ganz kurz und trank den Becher mit Wasser aus. Danach ging es weiter und zurück zur Altstadt, trotzdem ich eine kurze Pause beim Wasser gemacht hatte, hielt ich meine Zeit bei 5:35/km, aber das sollte sich schlagartig ändern. Erst musste man eine Treppe von 5 Stufen unter der Severinsbrücke erklimmen und als man dann in die alte Stadt zurücklief kam der Hammer in Form von einer kleinen Gasse inklusive schiefen Pflastersteinen und 3 Steigungen, die es durchaus in sich hatten. Links um die Ecke dann noch mal eine erneute Steigung. Puh, das war 4586_4geschafft, aber schon dachte ich an die zweite Runde… Kurz darauf hatte ich die erste Runde bewältigt inklusive einem erneuten Stopp bei einer Verpflegungsstelle 100 Meter vor dem Ziel. Ich kam dort bei 28:01 vorbei und klatschte Lena kurz ab, Petra sah ich auch noch am Rand stehen und los ging es auf die zweite Runde. Der erste Kilometer dieser Runde kam mir sehr lang vor, wahrscheinlich wieder wegen der vielen Ecken und Kanten, diesmal war es aber natürlich nicht mehr so voll. Voll war es am Rhein immer noch und wieder hatten die Ordner und die Polizei alles gut im Griff. Mein Tempo wurde natürlich etwas langsamer und bewegte sich so bei 5:45/km, was immer noch gut war und mich zufrieden stellte, denn als Ziel wollte ich nur unter 1 Stunde rein kommen. Bei der Verpflegungsgelle stoppte ich wieder und trank den Becker schnell leer, dann ging es schon wieder zurück und ich versuchte mich an eine Gruppe zu hängen, was mir ganz gut gelang, zusammen mit denen überholte ich noch ein paar Läufer und dann kam die Treppe unter der Severinsbrücke… oje und kurze Zeit später wieder die kleine Gasse mit den drei Anstiegen. Dort kämpfte ich mich hoch und dann hatte ich es fast geschafft. Nur noch 2 Kurven, dann kam das Ziel bei 57:25. Klasse Zeit für meine (Nicht)-Form.

Nach dem Rennen:

Zu aller erst war ich froh, dass ich es geschafft hatte. Nach der Verletzung bin ich eben noch nicht der Alte. Ich muss Geduld haben und mich langsam dort wieder rein kämpfen. Nach zwei Fassbrausen vom Sponsor fuhren wir dann auch wieder schnell nach Hause in die schönste Stadt am Rhein.

Fazit:

Der Lauf ist super organisiert und ich möchte nächstes Jahr wieder dabeisein. Das Geld, was für den guten Zweck zusammen kommt, rundet die Sache noch sehr gut ab. Was mir nicht gefallen hat, war, dass jeder das gleiche Shirt anziehen musste.

10 km – 57:25 – Schnitt 5:43
5 km – 28:01

Platz 840 von 1499 Läufern

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