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Von himmelhochjauzend bis zu tode betrübt

sandra_und_ich

Sandra und ich nach dem 15 Kilometer Lauf

Oh, Mann. Letzte Woche war wieder alles dabei, was das Läuferleben so ausmacht: Ein klasse Lauf am Dienstag, wo ich das Gefühl hatte, es kann mich nichts mehr umhauen, ein überraschender Lauf am Donnerstag, wo ich im zweiten Abschnitt noch gut beschleunigt habe, und dann der Absturz am Sonntag, der mich wieder auf den Boden der Tatsachen heruntergespült hat. Warum kann laufen nicht mal einfach sein, und man kann sich kontinuierlich weiter entwickeln? Ich verstehe das nicht.

Der Dienstag war gut, in jeder Hinsicht. Die Arbeit war einigermaßen entspannt und so holte ich Sandra um 17 Uhr von der Firma ab. Wir hatten vorher abgemacht, dass wir langsam, aber auch viel laufen wollten. Wo der Laufweg hinführen würde, war noch nicht klar. Langsam ging es dann auch erst mal in Richtung Theodor-Heuss-Brücke, auf der anderen Seite zurück in Richtung Kniebrücke und da hatten wir auch schon die ersten 5 Kilometer voll: Die 30:32 waren doch sehr gut dafür, dass wir länger laufen wollten, zu dem fühlte ich mich immer noch fit und merkte die Strecke überhaupt nicht. Sandra schlug dann auf der Altstadt-Seite vor, dass wir über die Oberkassler laufen sollten und dann noch mal über die Kniebrücke. Den Vorschlag fand ich dann auch sehr gut und unten an der Oberkassler Seite passierte dann das Unglück: An – fast – der einzigen Ampel, die wir passieren mussten, mussten wir bei Rot warten und drei Autos vorbei lassen. Wie ärgerlich! Die 30 Sekunden, die man dann dort wartet, empfindet man fast wie eine Ewigkeit und brachte mich dann auch ein wenig aus dem Rhythmus. Weiter ging es über die Knie und wieder auf der Altstadt-Seite zurück. Die letzten beiden Kilometer haben wir noch mal ein wenig Gas gegeben und sind dann nach etwa mehr als 1:30 Stunden bei 15,1 Kilometer wieder zum Kinderspielplatz gekommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch weiter laufen hätte können. 16 oder 17 wären drin gewesen. Der Lauf war klasse.

15,1 Kilometer – 1:32:00 – Schnitt 6:05
15 km – 1:31:17
10 km – 1:01:19
5 km – 30:23

Donnerstag hatte ich mich wieder auf den Lauftreff gefreut, wobei es mir ganz schön schwer fiel mich um 19 Uhr wieder auf den Sattel zu schwingen und nochmal bei eisigen Temperaturen zum Laufen zu fahren. Fast allen ging es wohl ähnlich: Um 19:15 Uhr waren wir nur etwas mehr als fünf Läufer, die sich unter der Theodor-Heuss eingefunden hatten. Ich schloss mich Martina und Heinz an und war eigentlich ganz froh, dass es langsam los ging, denn ich hatte natürlich noch die 15 Kilometer von Dienstag in den Beinen, doch weil Martina die kurzen Runde laufen wollte, war ich auf einmal mit Heinz im Medienhafen alleine und es wurde immer schneller: Als ich bei Kilometer 7 auf die Uhr schaute, stellte ich zu meinem großen erstaunen fest, dass dort eine 5:25 aufleuchtete. Egal, ich hielt das Tempo ganz gut und ich landete am Ausgangspunkt weit unter sechs im Schnitt, obwohl die ersten drei Kilometer sehr langsam waren.

10,4 Kilometer – 1:01:22 – Schnitt 5:52
10 km – 58:45
5 km – 30:31

Der Sonntag soll jetzt mein Intervall-Tag werden. Intervall ist verdammt anstrengend. Vor zwei Wochen, bei meinem ersten Intervall, hatte ich große Mühen die Intervalle über die ganze Strecke zu laufen. Dabei war der Lauf durchaus langsam. Über die ganzen 11 Kilometer hatte ich einen Schnitt von 6:12 erzielt. Das erschien mir doch steigerungsfähig, auch weil ich am Freitag nicht beim Kicken war, also meine Beine drei Tage Erholung genossen hatten. Es sollte anders kommen. Zusammen mit Andreas – Thorsten war in Hamburg – trabte ich zum warmlaufen gen Theodor-Heuss-Brücke, und das eigentlich viel zu schnell, denn nach dem ersten Kilometer hatte ich eine 5:58 auf der Uhr. Oben fingen die ersten 500 schnellen Meter an. Ich beschleunigte auf mein Maximaltempo (4:22) und war am Ende eigentlich nur froh, dass es vorbei war. Ich war nach dem ersten (!) Intervall schon gut am Ende und brauchte die gesamten langsamen 500 Meter zur Erholung. Dann ging es wieder los, ich beschleunigte wieder und war schon nach 250 Meter am Dampfen und am Keuchen, dass Andreas wohl gedacht hat: Oje, dass wird wohl nichts heute. Und irgendwie hatte er auch Recht, den dritten Intervall konnte ich noch einigermaßen laufen, aber dann überlegte ich mir, den nächsten Intervall um 500 Meter zu verschieben, denn der geht genau die Kniebrücke hoch und dass ging an diesem Sonntag gar nicht mehr. Oben auf der Brücke hatte ich mich dann wieder ein wenig erholt und lief den vierten Intervall, was da noch gut ging, ging unten am fünften Intervall gar nicht mehr. Ich schaute schon nach 100 Metern auf die Uhr und konnte das Ende kaum mehr erwarten. Als Andreas dann nach Hause abbog hatte ich dann auch genug und beendete das Ganze nach 8,02 Kilometern. Mit einem Schnitt von 6:01 war ich ganze 11 Sekunden pro Kilometer schneller gelaufen, als noch vor zwei Wochen, und das obwohl ich 2 Kilometer auf der Uhr hatte, wo ich keinen Intervall darauf hatte. Viel zu schnell für mich und auch frustrierend, dass ich es nicht durchgehalten habe. Vielleicht laufe ich nächsten Sonntag mal 400 Meter Intervalle. Ist wahrscheinlich besser für mich.

8:02 Kilometer – 48:19 – Schnitt 6:01
5 km – 29:40

 

 

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