Blog
Schreibe einen Kommentar

Januargewitter mit zwei Volldeppen

krankenhaus

Im Krankenhaus

So, nun ist mal die Zeit gekommen, mal über was Negatives in meinem Läuferleben zu berichten. Diesen Freitag Abend werde ich wohl in meinem Leben niemals mehr vergessen.

Nachdem ich am Donnerstag nicht unterwegs war, war relativ schnell klar, dass ich auf jeden Fall am Freitag auf die Piste wollte. Thorsten konnte nicht, so begab ich mich um 18:45 Uhr mit Andreas gen Theodor-Heuss-Brücke, von der Ferne sahen wir schon einige Blitze über Kaiserswerth zucken, was uns nicht davon abhielt über die Brücken zu laufen. Oben auf der Brücke fing es dann an, erst wenig und dann immer heftiger und in der Mitte der Brücke kam dann sogar noch starker Wind und Hagel dazu. Regen macht mir normalerweise nichts aus. habe dann meine Kontaktlinsen an und wenn man läuft bekommt man eh nichts vom Wetter mit, aber diesmal war es anders: Ich hatte meine Brille auf und der Hagel peitschte wie kleine Stiche in mein Gesicht. Andreas lief zeitweise sogar rückwärts und ich versuchte mich so gut wie möglich herunterzubeugen und die Hand vors Gesicht zu nehmen. Nachdem wir die Brücke geschafft hatten, war das gröbste überstanden, natürlich regente es noch stark, aber der Wind hatte nachgelassen und wir liefen geschützt unter den Bäumen in Richtung Oberkassler Brücke. Das einzig blöde waren unsere Brillen: Durch den Regen und dem Atem sahen wir fast nichts mehr und orientierten und fast nur noch an der weißen Linie, die in Niederkassel den Fahrradweg von dem Fußgängerbereich trennt. Und dann passierte es: Ich grüßte noch auf der anderen Seite zwei Läufer – bei einem solchen Wetter grüßt man sich immer zwischen den Läufern – und prallte dann voll mit der linken Stirn gegen ein Strassenschild vor der Oberkassler Brücke. Was dann in den nächsten 10 Sekunden geschah, weiß ich nicht mehr. Weiß nur noch, dass auf einmal 5 Jogger um mich herumstanden, eine Läuferin den Krankenwagen holte, das Andreas meinte, dass ich einen Cut über dem Auge hätte und bluten würde. Bluten? Ich versuchte meine Hand zu meinem Brummschädel zu führen und wurde von einem Tropfen Blut empfangen. Mist!
Wir warteten dann noch ca.10 Minuten auf den Krankenwagen, der uns ins Domenikus-Krankenhaus brachte. Dort wurde ich dann mit 3 Stichen genäht. Ihr könnt euch denken, dass ich die ganze Nacht wegen Kopfschmerzen nicht geschlafen habe, nun ist das linke Auge stark angeschwollen und eine meiner Rippen hat wohl auch was abbekommen. Zumindest tut mir der Brustkorb bei Belastung weh. Am Montag muss ich mich beim Hausarzt vorstellen, mal sehen, wie lange ich keinen Sport mehr machen darf. Das Jahr fängt ja gut an.

Folgende Sätze dazu fallen mir noch ein:

  • Wo war die versteckte Kamera? Muss lustig ausgesehen haben.
  • Das Jahr fängt ja gut an
  • Warum stand das Schild genau da?
  • Warum lief ich nicht links sondern rechts von Andreas?
  • Laut meiner GPS-Uhr steht das Schild genau 3,79 Kilometer nach dem Start

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.